Der Champion unter den Bauformen.

Erstaunlich, was Holz kann.

Vorbei sind die Zeiten, in denen Holz für historische Bauten und Hüttenromantik steht. Holz hat sich heute längst zum Hightech-Baustoff entwickelt, der in jeder Beziehung verblüfft. Kein Wunder, wird mittlerweile jedes vierte Bauwerk in Baden-Württemberg aus Holz errichtet, ob es von außen sichtbar ist oder auch nicht. Und manchen wird es erstaunen, dass nicht nur der Wald in Deutschland von Jahr zu Jahr wächst, sondern auch die Anhängerschaft von Planern und Architekten über Handwerker bis zu Bauherren. Selbst kühle Rechner kommen beim Bauen mit Holz auf ihre Kosten.

Darum ist Holz der Baustoff der Superlative:

1. Holz ist der einzige nachwachsende Baustoff.

Und es ist überall verfügbar. Alle fünf Sekunden wächst der Wald in Deutschland um ein Einfamilienhaus. Und es darf nicht mehr Holz entnommen werden als nachwächst. Mit Holz bauen ist natürliches Bauen.

2. Holzbau ist die Bauform, die alle Umweltauflagen problemlos erfüllt.

Zum Beispiel durch eine bis zu 90 % günstigere CO2-Bilanz. Hinzu kommt, dass Holz durch seine extrem guten Dämmeigenschaften den Bau von Passivhäusern begünstigt, und damit die Umwelt gleich mehrfach schont.

3. Das Angebot an Hölzern und Holzbau-Formen ist enorm:

Verschiedenste speziell aufbereitete Holzarten (ob Tanne, Fichte, Kiefer, Lärche, Buche oder Eiche) und Elemente für Skelett-, Rahmen- und Massivholzbau und jeden Einsatzzweck vom Tragwerk bis zur Fassade lassen eine Vielfalt von Gebäuden entstehen.

4. Ein Geschoss in einem Tag erbaut?

Das ist keine Seltenheit. Wetterunabhängig und individuell gefertigt, werden die Elemente auf der Baustelle in Rekordtempo montiert – schneller als bei klassischen Bauformen. Menschen und der Verkehr werden durch Baustellen viel weniger belästigt und behindert.Video vom B7 Studentenwohnheim Furtwangen

5. Auf den Zehntelmillimeter genau:

Mit CAD designt und gefertigt. "Computer-Aided-Design" anzuwenden, bedeutet trotz der Komplexität des Themas vereinfacht gesagt: Zeichnen am Computer. Ein Gebäude bzw. Bauwerk aus Holz ist präziser als alles andere. Fenster, Fugen, Türen, Elektrik, Installationen: alles passt perfekt und auf Anhieb. Dank intelligenter Planung und Vorfertigung sinkt auch die Komplexität auf der Baustelle.

6. Stabil, druckfest und haltbar wie Stahl und Beton.

Spannweiten von 250 Metern ohne Stützen sowie enorme Bauhöhen von 100 Metern und mehr sind möglich. Auch in Sachen Haltbarkeit ist Holz konstruktiv richtig eingesetzt anderen Baustoffen nicht unterlegen, sondern selbst im Außenbereich unschlagbar: Wäre Venedig beispielsweise nicht auf Holzpfeilern erbaut worden, wer weiß, ob Venedig heute noch stehen würde? Die hohe Elastizität macht Holz zudem sehr erdbebensicher.

7. Das Leichtgewicht Holz ist nicht ersetzbar bei An-, Ausbauten und Aufstockungen.

Wegen seines geringen Gewichts, des Bautempos, seiner Kompaktheit und Vielseitigkeit ist im urbanen Umfeld nahezu alles realisierbar – auch auf Dächern und in engen Baulücken. Die besseren Dämmeigenschaften erlauben Materialeinsparungen und führen zu ca. 8 % Raumgewinn.

8. Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, Kosten dagegen schon:

Man kann mit Holz die kühnsten Entwürfe realisieren, aber auch für unter 1.200 Euro pro m2 bauen. Hochwertig und massiv. Niedrige Betriebs- und Recyclingkosten sowie die hohe Wohn- oder Arbeitsqualität machen die Wirtschaftlichkeitsrechnung perfekt.

9. Holz übertrifft in punkto Sicherheit alle Brandschutzbestimmungen.

Moderne Holzhäuser kohlen mehr als dass sie brennen und sind Stahlbetonkonstruktionen teilweise sogar überlegen. Mit dem Wegfall des Kapselungsgebotes in Baden-Württemberg wird brandschutzgerechtes Bauen mit Holz leichter als je zuvor.

10. Holz senkt den Herzschlag, auch wenn es aufregend schön aussieht:

Die Lebensqualität und Gesundheit von Menschen, die in Gebäuden aus Holz leben und arbeiten, ist besser. Holz atmet und reguliert auf natürliche Weise das Raumklima und die Luftfeuchtigkeit.

PS: Das Forum Holzbau in Ostfildern ist in vielerlei Hinsicht ein Meilenstein.

Die moderne Architektur verbindet sich mit einer innovativen Holzkonstruktion und einem klimafreundlichen Energiekonzept. Das Gebäude beherbergt den Verband des baden-württembergischen Zimmerer- und Holzbaugewerbes und fungiert zugleich als repräsentatives Büro- und Seminargebäude. Eine konstruktive Besonderheit: Das Passivhaus wurde im Erd- und Obergeschoss als eine Kombination aus Holzrahmenbau, Brettsperrholz-Wänden, Hohlkasten-Decken und Holzrippen-Dachelementen aus Furnierschichtholz realisiert. Und ein zentrales Atrium prägt mit seiner Treppe und dem Oberlicht die Architektur von innen.