Forstminister Peter Hauk MdL: „Holzbau-Offensive des Landes bringt Klimaschutz und Baukultur in Baden-Württemberg voran“

Josef Schlosser (vorne links) präsentiert Minister Peter Hauk (vorne 2. v. l.) Bauteile der Tragwerke aus Buchenholz für die neue Produktionshalle der SWG

Betriebsführung mit Minister Peter Hauk

V. l. n. r: Christoph Jost, Alois Wimmer (SWG), Universitätsprofessor und Architekt Hermann Kaufmann, Minister Peter Hauk, Josef Schlosser

Baubuche

Über 80 Besucher nahmen an der Fachveranstaltung in Jagstzell teil.

V. l. n. r: Christoph Jost mit den Referenten der Fachvorträge Florian Ertel (Schlosser Holzbau), Henning Ernst (SWG) und Hermann Kaufmann

„Forst- und Holzwirtschaft geben Antworten auf die großen und drängenden Fragen unserer Zeit. Mit Blick auf die CO2-Speicherwirkung verbauten Holzes müssen wir uns einer maximal möglichen stofflichen Verwendung aller Baum- und Holzarten zuwenden“ - Mit der Holzbau-Offensive wird dem Einsatz von Laubholz im konstruktiven Holzbau weiterer Auftrieb verliehen. Die neue SWG Produktionshalle Gaisbach ist das aktuell zweitgrößte Buchenholz-Projekt der Welt.

Ostfildern, 7. März 2019. „Mit der Holzbau-Offensive hat die Landesregierung einen Stein ins Rollen gebracht, der unsere gesamte Baukultur klimafreundlich revolutionieren kann“, sagte Josef Schlosser, Präsident vom Verband des Zimmerer- und Holzbaugewerbes Baden-Württemberg und Inhaber der Schlosser Holzbau GmbH, bei einer Veranstaltung der proHolzBW GmbH zum Thema Bauen mit „BauBuche“, die am 6. März 2019 in Jagstzell stattgefunden hat. Ministerpräsident Kretschmann habe vollkommen zurecht darauf hingewiesen, dass man beim Bauen umdenken und soweit wie möglich endliche und klimakritische Baustoffe durch Holz ersetzen müsse, wenn die Klimaziele erreicht werden sollen. „Damit uns das gelingt, braucht es allerdings auch die Unterstützung der Privatwirtschaft, denn mit der Holzbau-Offensive des Landes alleine lässt sich dieses Ziel sicher nicht erreichen“, so Schlosser. Das müsse eher als gesamtgesellschaftlicher Auftrag gesehen werden und bedarf der Mitwirkung aller.

Tatsächlich gibt es Unternehmen, die bereits ihre eigene Holzbau-Offensive gestartet haben. Das sei, laut Christoph Jost, Geschäftsführer proHolzBW, einer der Gründe, warum die Gesellschaft, die sich für eine stärkere Verwendung von Holz als Bau- und Werkstoff in Baden-Württemberg einsetzt, zu dieser Fachveranstaltung bei Schlosser Holzbau geladen habe. „Hier entstehen gerade die ersten Bauteile für ein gigantisches Holzbauprojekt, das noch aus einem zweiten Grund von besonderem Interesse ist“, erklärt Jost. Die Schraubenwerk Gaisbach GmbH (SWG) plant ihre neue Produktionshalle komplett in Holzbauweise, mit Ausmaßen von 96,3 mal 113,3 Metern und eine Höhe von ca. 12 Metern. Knapp 1.700 Kubikmeter Holz werden verarbeitet. „Der interessante Aspekt hierbei ist, dass 420 Kubikmeter davon aus dem innovativen Baustoff „BauBuche“ sind und die neue Produktionshalle damit das aktuell größte Buchenholz-Projekt Deutschlands und das zweitgrößte weltweit ist“, verrät der proHolzBW Geschäftsführer.  

Laubholz bietet zusätzliche Perspektiven für Entwicklung des Ländlichen Raums

Peter Hauk MdL, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, hatte in seinem Grußwort an die rund 80 teilnehmenden Fachleute aus Architektur, kommunaler Verwaltung, Holz- und Ingenieurbau auf die Bedeutung konstruktiver Holzbauprodukte aus Laubholz hingewiesen. „Der Klimawandel führt zu einer strukturellen Veränderung der Wälder und wir müssen uns mit Blick auf die Kohlenstoff speichernde Wirkung verbauten Holzes einer maximal möglichen stofflichen Verwendung aller Baum- und Holzarten zuwenden. Dabei müssen wir auch neue Wege beschreiten. Produkte aus der Buche zeigen, dass Forst- und Holzwirtschaft schon heute Antworten auf die großen und drängenden Fragen unserer Zeit liefern können“, sagte Minister Hauk. Durch die im Rahmen der Holzbau-Offensive bereitgestellten Forschungsgelder werde die Verwendung von Laubholz im konstruktiven Holzbau vorangetrieben. „Die Verwendung von mehr Laubholz stärkt vor allem im Ländlichen Raum die Wertschöpfung. Zukunftsfähige und innovative Handwerksbetriebe werden von den Entwicklungen ebenso profitieren, wie unser Klima“, betonte Minister Hauk.

 

Bilder: (c) proHolzBW