„Die Zeichen für den Baustoff Holz sind extrem gut“

Emanuel Maier

Einer der vier von Gapp Objektbau projektierten Viergeschosser in Ehingen

Fachveranstaltung am Ort des Geschehens: auf der Baustelle

Dominik Maier

Joachim Hörrmann

Florian Willers

Tobias Götz

Sabrina Aggeler

50 Teilnehmer beim Cluster innovativ bei Gapp Objektbau in Ehingen - Leitthema "Holzbau und Energieeffizienz"

Ostfildern, 12. September 2019. Vier Häuser, jeweils viergeschossig, 66 Wohnungen mit einer Gesamt-Wohnfläche von rund 5600 m², 79 Stellplätze in der Tiefgarage und 21 Außenstellplätze - so die Kennzahlen der neuen Wohnanlage der GAPP Objektbau in Ehingen/Donau, die im Rahmen eines Cluster innovativ mit dem Leitthema "Holzbau und Energieeffizienz" vorgestellt wurde. Die Häuser in bester Holzbau-Qualität wurden in 22 Monaten erstellt.

Dominik Maier, Geschäftsführer Gapp Holzbau, und Joachim Hörrmann, Koordinator Holzbau der proHolzBW, freuten sich bei der Begrüßung nicht nur über 50 Teilnehmer des Cluster innovativ, sondern zeigten sich auch begeistert über technische Innovationen, die den mehrgeschossigen Holzbau auch in Städten möglich macht.

"Die Ausbreitung und Erfolgsgeschichte des Baustoffes Holz vom Land in das urbane Umfeld ist auch prägend für die Entwicklung unseres Unternehmens", so Emanuel Maier, Geschäftsführer Gapp Objektbau, bei der Präsentation der neuen Wohnanlage. Das 1913 in Öpfingen bei Ehingen gegründete Unternehmen hat sich heute zum Spezialisten für die Erstellung von schlüsselfertigen Energie-Effizienz-Häusern (KfW-Effizienzhaus 55, 40 und 40 Plus) sowie von energieeffizienten Wohnanlagen entwickelt. Maier nannte als "Eckdaten unseres energieeffizienten Gebäudekonzeptes u.a. die wärmegedämmte Gebäudehülle, den Einsatz von hocheffizienten Erdwärmepumpen für den Energiebedarf sowie die Konstruktion auf der Basis des nachwachsenden Rohstoffes Holz".

Florian Willers, Projektleiter bei Pirmin Jung Deutschland, stellte in seinem Vortrag die Tragwerksplanung, die bauphysikalischen Aspekte wie Schall- und Wärmeschutz sowie die Anforderungen des Brandschutzes der Wohnanlage in Ehingen vor. Für Tobias Götz, geschäftsführender Gesellschafter von Pirmin Jung Deutschland, "ist der Einsatz von Holz-Beton-Verbunddecken eine Erfolgsgeschichte, 80 Prozent der von uns geplanten Häuser werden mit HBV-Decken ausgestattet". Der gelernte Zimmermann und Dipl.-Bauingenieur (FH) nannte die aus seiner Sicht "entscheidenden Vorteile: HBV-Decken sind robust in Bezug auf die Statik, sie bieten einen guten Schallschutz, eine Tragfähigkeit von 90 bis 120 Minuten beim Brandschutz und sie werden baurechtlich als adäquat zu Stahl-Beton-Decken bewertet". Sein Fazit am Ende seiner Präsentation: "Die Zeichen für den Baustoff Holz sind extrem gut".

Sabrina Aggeler, Sparkasse Ulm, war es vorbehalten, mit ihrem Thema "Finanzierung von energieeffizienten Neubauten und KfW-Förderung für den sozialen Wohnungsbau" den Reigen der Referenten beim Cluster innovativ abzuschließen. "Förderziel ist die langfristige Finanzierung von Neubauten mit niedrigem Energieverbrauch und Kohlendioxid-Ausstoß", so Aggeler. Die Spezialistin für Fördermittel nannte als Förderberechtigte "u.a. alle Träger von Investitionsmaßnahmen in neu errichteten Wohngebäuden und Ersterwerber von neu errichteten Eigentumswohnungen".