Schwedischer Botschafter eröffnet Holzbauausstellung in Stuttgart

V.l.n.r.: Christoph Jost, Geschäftsführer proHolzBW; Per Thöresson, Botschafter Schwedens in Deutschland; Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg; Dipl.-Ing. Ruth Schagemann, Architektin, Leiterin Stabsstelle Nationale und Internationale Berufspolitik, Architektenkammer Baden-Württemberg, Vorstand „Architects Council of Europe“; Fredrik Källström und Max Zinnecker, White Architects (Schweden)

Botschafter Per Thöresson

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch

Besucher der Ausstellung beim Rundgang

Ausstellungsbesucher

Architekt Fredrik Källström berichtet über Eigenheiten des Holzbaus in Schweden

„Woodland Sweden“ noch bis 30. Mai 2018 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart zu sehen - Staatssekretärin Gurr-Hirsch begrüßt den deutsch-schwedischen Dialog und stellt Baden-Württembergs exponierte Stellung als Holzbaubundesland Nr. 1 heraus

Ostfildern, 8. Mai 2018. Der schwedische Botschafter in Deutschland Per Thöresson eröffnete heute in Stuttgart die Ausstellung „Woodland Sweden“, die noch bis 30. Mai 2018 im Foyer im Haus der Wirtschaft zu sehen sein wird. Die Ausstellung ist Teil eines von der schwedischen Botschaft initiierten deutsch-schwedischen Dialogs zum Thema Holzbau. Sie zeigt den zeitgenössischen Umgang mit Holz in der schwedischen Architektur, in der traditionelle Einflüsse von durch Hightech geprägten Ansätzen ergänzt werden und so auch großen Projekten Bahn brechen. Holz als Baustoff sei wichtig für die Erreichung der Klimaziele sagt Thöresson. „Aber darüber hinaus ist es ideal für die Nachverdichtung von Innenstädten und aufgrund seiner Leichtigkeit für die Aufstockung von Gebäuden. Auch Brandschutz ist heutzutage im Holzbau überhaupt kein Problem“, so der Botschafter in seinen Grußworten an die rund 40 Architektinnen und Architekten aus Stuttgart und Umgebung, die zur Eröffnung gekommen sind. „Die Zukunft gehört ganz sicher dem Holzbau“, zeigt er sich überzeugt.

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg betonte neben seiner Bedeutung für den Klimaschutz ebenfalls die konstruktiven Vorteile des Holzbaus. Moderne Baustoffe aus Holz seien in der Lage Stahl und Beton zu ersetzen. Im Brandfall bliebe Holz lange stabil während Stahl bei hohen Temperaturen drohe weich und damit instabil zu werden. Gurr-Hirsch begrüßte den von der schwedischen Botschaft angeschobenen Dialog zum Thema Holzbau. In Baden-Württemberg, dem Holzbaubundesland Nr. 1, in dem annähernd so viele Menschen in Unternehmen der Wertschöpfungskette Forst und Holz arbeiten wie in der Automobilindustrie, könne man sicher einiges zu diesem Thema beitragen.

Den Grußworten des Botschafters und der Staatssekretärin folgte ein Impulsvortrag über Holzarchitektur in Deutschland von Ruth Schagemann, Architektin, Leiterin der Stabsstelle Nationale und Internationale Berufspolitik der Architektenkammer Baden-Württemberg sowie Vorstand des Architects Council of Europe. Entsprechend des Ausstellungsanlasses, nämlich des Anstoßes eines deutsch-schwedischen Dialogs zum Thema Holzbau, kamen danach Fredrik Källström und Max Zinnecker vom schwedischen Architekturbüro White Architects zu Wort. Sie präsentierten moderne Holzbauten und erläuterten die sich in den Gebäuden widerspiegelnden Einflüsse aus der schwedischen Kultur.

proHolzBW hat die Schwedische Botschaft als Organisationspartner der Ausstellungseröffnung in Stuttgart unterstützt.