Braucht Holz ein regionales Markenzeichen?

Teilnehmende Workshop Regionalität im Cluster Forst & Holz Baden-Württemberg (von oben links nach unten rechts): Klaus Kottwitz (DeSH), Steffen Rathke (DeSH), Uli Hanßum (Holzhandlung Wider), Stefan Schmid (VSH), Christoph Jost (proHolzBW), Bertil Burian (HS Rottenburg), Manuel Echtle (VSH), Bernhard Panknin (MLR), Jerg Hilt (FoKa), Joachim Hörrmann (proHolzBW), Monika Bachinger (HS Rottenburg), Thomas Schäfer (Holzbau Baden-Württemberg), Jan Bulmer (proHolzBW)

proHolzBW und Hochschule Rottenburg stoßen Arbeitskreis zum Thema Regionalität im Cluster Forst & Holz BW an.

Ostfildern, 12. Januar 2018. Regionalität ist ein Thema, das im gesellschaftlichen Diskurs immer mehr Raum einnimmt. Auch in der Forst- und Holzwirtschaft. Die proHolzBW GmbH hat deshalb gemeinsam mit der Hochschule Rottenburg am 11. Januar 2018 zu einem Initiativ-Workshop „Regionalität im Cluster Forst & Holz BW“ eingeladen. Bei dem Treffen kamen Vertreter des Ministeriums für Ländlichen Raum (MLR), der Deutschen Sägeindustrie (DeSH), des Verbands der Säge- und Holzindustrie Baden-Württemberg (VSH), der Forstkammer Baden-Württemberg (FoKa), des Holzhandels und des Landesverbands Holzbau Baden-Württemberg zusammen, um Potenzial und Nutzen einer Regionalmarke Holz in Baden-Württemberg zu diskutieren.

Bernhard Panknin, Leiter des Fachbereichs 55 (Cluster Forst und Holz, Jagd, Forschung, Informations- und Kommunikationstechnik) im MLR lobte die von proHolzBW und der Hochschule Rottenburg ergriffene Initiative, die der hintergründig schon lange geführten Diskussion um eine Regionalmarke Holz nun einen konkreten Arbeitsrahmen gibt.

Professorin Monika Bachinger (Hochschule Rottenburg) moderierte den Workshop und eröffnete mit einem Impulsvortrag über grundlegende Erkenntnisse aus anderen Wirtschaftsbereichen die bereits erfolgreich mit Regionalmarken arbeiten, zum Beispiel die Lebensmittelindustrie. In den anschließenden Gesprächsrunden kamen die Teilnehmenden zu dem Schluss, dass eine Regionalmarke nur funktionieren kann, wenn Sie ein konkretes Nutzenversprechen einlöst. Dazu erarbeitete die Gruppe ein Nutzenbündel, in dem potenzielle auf regionalen Charakteristika beruhende Mehrwertversprechen aus den Teilbranchen der Wertschöpfungskette zusammengefasst wurden. Diese gilt es nun innerhalb der Teilbranchen zu analysieren. In einem noch nicht bestimmten Folgetermin sollen die so gewonnenen Erkenntnisse in den weiteren Arbeitsprozess zur Entwicklung einer Regionalmarke des Clusters Forst und Holz einfließen.