Holzbau lockt 50 Architekten und Planer in den Schwarzwald

proHolz Schwarzwald und proHolzBW machen Holzbau erlebbar – Klinikbetreiber bestätigt klaren Zeitvorteil durch Holzbau

Ostfildern, 26. Juli 2017. Rund 50 Architekten und Planer nutzten die gemeinsam von proHolz Schwarzwald und proHolzBW organisierte Fachexkursion „Holzbauten erleben“, um sich über aktuelle Entwicklungen im Holzbau zu informieren. Auf der Rundfahrt am 18. Juli 2017 besichtigte die Gruppe vier Objekte in und um Villingen-Schwenningen, die unterschiedliche Arten des Holzbaus repräsentieren. Außerdem konnten sie im Betrieb der Firma Brüninghoff Holz Einblicke in die Produktion im Holz-Elementbau gewinnen.

Fachlicher Austausch direkt vor Ort
An allen Stationen präsentierten die verantwortlichen Architekten und Zimmerer ihre Projekte und standen den Teilnehmern für fachlichen Austausch zur Verfügung. Im Fokus standen die Themen Holzrahmenbauweise mit großen Glaselementen (Planungsbüro Wolfgang Bliestle und Z7 Bau), dreigeschossiger Holzmassivbau (Architekt Uli Fritz und Zimmerei und Abbundzentrum Steiger & Riesterer), Holzrahmenbau mit Lärchenholzfassade (Maier + Broghammer Architekten und Holzbau Werner Ettwein) und innovative Verbindungstechnik aus leim- und metallfreien Massivholzelementen (Ingenierbüro Wernet und Zimmerei Kienzler).

Zeit ist ein Motiv pro Holzbau – eigene Waldbestände auch
Eine oft gestellte Frage an die Bauherren war die nach der Motivation, sich für einen Holzbau zu entscheiden. Laut Martin Kimmich vom Amt für Gebäudewirtschaft und Hochbau hat die Stadt Villingen-Schwenningen bei der Planung des Kindergartens St. Konrad von Anfang an auf Holz gesetzt. Die Stadt hat selbst viel Holz und wollte diesen eigenen Rohstoff für das in Holzrahmenbauweise errichtete Gebäude nutzen. Auch die anstehende Erweiterung der Südstadtschule sei in Holzbauweise geplant. Sven Wahl, Vorstandsvorsitzender der Luisenklinik und Bauherr eines dreigeschossigen Klinikgebäudes, sieht als wichtigstes Argument pro Holzbau den Faktor Zeit. Bei annähernder Kostengleichheit lasse sich der Holzmassivbau einfach schneller realisieren.

Bilder mit Bildunterschrift:

Bild 01: Martin Kimmich, Stadt Villingen-Schwenningen (2.v.l.); Architekt Thomas Broghammer (1.v.l.)
Bildrechte: proHolzBW

Bild 02: Johannes Haug, proHolz Schwarzwald (1.v.l.); Sven Wahl, Vorstandvorsitzender Luisenklinik und Bauherr (2.v.l.); Architekt Detlev Kalkowski (3.v.l.)
Bildrechte: proHolzBW

Bild 03: Herbert Riegger, Brüninghoff Holz (vorne 2.v.l.)
Bildrechte: proHolzBW
 
Link zum Download: https://we.tl/DGa4g2WH0u

 

proHolzBW kümmert sich als Drehscheibe der Netzwerke Forst und Holz um die Förderung der Holzverwendung in Baden-Württemberg. Sie stärkt die Zusammenarbeit innerhalb der Wertschöpfungskette und intensiviert die Kommunikation in die Gesellschaft. Kernaufgaben sind die Vernetzung von Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Architekten, Ingenieuren und Kommunen.